J o n a s g r o ß e r T r a u m |
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mit: |
Erika Domenik |
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Regie und Bühne: |
Bernward M. Müller |
Jona ist ein richtiger Postbote. Wie man sich eben so einen richtigen Postboten vorstellt: Pflichtbewusst - mit Stempel und Krawatte - und immer im Dienst. Träume und Wünsche hält Jona für Firlefanz. Das Leben ist ernst. Die Arbeit ist schwer. Und wenn sie das nicht ist, dann ist sie auch keine Arbeit. Plötzlich geschieht etwas Ungewöhnliches: Der brave Postbote hat nur eine Erklärung dafür: > Alles Einbildung, ich bin eben überarbeitet – was mir fehlt, ist nur ein bisschen Urlaub, sonst nichts. < |
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Gesagt, getan: Jona tritt eine Schiffsreise an. Seine Sorgen sind verflogen, die Welt ist wieder in Ordnung. Aber sein Spaß währt nicht lange! Heftiger Sturm kommt auf, das Schiff wird hin und her geworfen, wird zum Spielball der Naturgewalt. Der Mast bricht. Die Mannschaft geht über Bord. Das ganze Schiff bricht auseinander. Jona versucht, sich an einer Holzplanke festzuhalten. Aber haushohe Wellen stürzen über ihm zusammen. Das Wasser zieht ihn unweigerlich in die Tiefe des Ozeans. Jona kann noch etwas großes Schwarzes, das auf ihn zukommt, bemerken. Dann verliert er das Bewusstsein. Jona glaubt, er sei tot. Er ist sich sogar sicher, und wie er diese Überzeugung ausspricht, wird ihm klar, ein Toter kann nicht sprechen, also: > Ich lebe noch! < Aber wo ist er gelandet? Rundherum ist es dunkel, die Wände sind weich und kalt, der Boden gibt nach. Ziemlich schnell erkennt Jona, er befindet sich im Bauch eines Walfisches. Jona rechnet sich aus, dass der Sauerstoff in diesem >geschlossenen Raum< nicht unbegrenzt vorhält. Nach kurzen Berechnungen kommt er zu dem erschreckenden Ergebnis: Mir bleiben noch ganze 3 Tage. Unter all dem Gerümpel, das er im Inneren des Walfisches vorfindet, ist auch ein Wecker. >Der tickt ja sogar noch richtig! < Jona stellt ihn so ein, dass er alle 24 Stunden schellt. Drei Tage bleiben ihm also noch, mehr nicht!
Wieder rumpelt es im Magen des Walfisches. Was da wohl diesmal durch die Speiseröhre ankommt? Er hört verschwommene Töne. Es könnte ein Saxophon sein oder eine Trompete ... Jona staunt nicht schlecht! Durch die Speiseröhre kommt ein Grammophon ins Innere des Wales hineingepurzelt. Jona legt eine Platte auf und kurbelt das Grammophon an. Ausgelassen und völlig selbstvergessen tanzt Jona einen verrückten Charleston. So glücklich war er noch nie!
Jona erlebt nicht nur lauter kuriose Dinge im Inneren von >Wal-de-mar<, wie er seinen Lebensretter liebevoll nennt, er gewinnt bei alledem eine entscheidende Erkenntnis: Das Schönste im Leben ist, wenn Du genau das tust, woran Du am meisten Freude hast. Wenn Du genau das tust, was Dein Inneres Dir sagt. Als Kind schon hatte Jona davon geträumt, einmal Clown zu werden. Das war das Größte für ihn. Und er hätte es auch bestimmt gut gekonnt. Aber Träume –wie gesagt-, das ist doch nur Firlefanz! Jona wird nachdenklich: Wenn er noch einmal sein Leben in die Hand nehmen könnte, wenn er noch einmal die Chance hätte, aufzutauchen, in sein normales Leben zurückzukehren... wenn er noch einmal die Möglichkeit hätte, von vorn anzufangen ...dann würde er das machen, wovon er schon immer geträumt hatte; er würde Clown werden. Bestimmt! Da ist sich Jona totsicher. Aber was hilft das schon! In Kürze wird der Wecker zum dritten und letzten Mal schellen, und dann ist alles vorbei... Die Zeit läuft ab. Der Wecker schellt zum dritten Mal. --------------- Jona wacht auf. Er befindet sich gar nicht in einem Walfisch. Das Schiffunglück, der Aufenthalt im Walfisch, das alles war nur Traum! Aber es war der wichtigste Traum seines Lebens. Jona glaubt der >Sprache< seines Traums. Er läuft in das Stadtviertel, wo er bis dahin brav die Post ausgetragen hat und ruft allen, die es hören wollen, zu: > Ab morgen bin ich nicht mehr euer Postbote. An morgen kommt ein Kollege von mir. Ich höre auf. Ich werde Clown. < Jona macht das, was er am besten kann und was eine innere Stimme ihm längst schon gesagt hatte. Am Ende des Stückes heißt es: Träume sind nicht gefährlich, Träume sind lebenswichtig.
zur Bühne und zum Aufbau der Bühne
Dieses Stück ist zur Aufführung in einer Turnhalle gedacht (oder in einem ähnlich großen Raum). Die benötigte freie Spielfläche ist ein Rechteck von ca. 8 m Breite und 18m Länge. Links und rechts befindet sich eine Bühne. Einmal kl. Häuser, in denen der Postbote seinen Dienst verrichtet / einmal das Innere eines Walfisches. Zwischen den beiden Bühnen sitzen die Kinder auf Matten und drehen sich während des Stückes zur anderen Seite hin um. Der Aufbau der Bühne dauert 5 Stunden und sollte in der Regel am Nachmittag bzw. frühen Abend des Vortages möglich sein.
Kosten und Bestellung Vorstellungen in Ihrer Grundschule bzw. Turnhalle sind ab sofort möglich. Die Kosten betragen pro Kind 3,30 €. Hinzu kommt ein einmaliger Spesenanteil von zwischen 30,- und 60,- €. Die Vorstellung ist geeignet für ein Publikum von jeweils ca. 100 Kindern. Doppelvorstellungen sind möglich (und nicht teurer für Sie). |
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